Riss

Der Cartoonist und Schriftsteller Laurent Sourisseau, genannt Riss, arbeitet seit 1992 bei „Charlie Hebdo” und übernahm im Laufe der Jahre auch leitende Funktionen. Zuletzt fungierte er als Stellvertreter des Chefredakteurs Stéphane Charbonnier (Charb).

Nach seinem Jurastudium arbeitete Sourisseau, geboren 1966 in Melun, zunächst ab 1991 für die wöchentliche Satire-Zeitschrift „La Grosse Bertha“, wo er einige seiner späteren Kollegen kennenlernte und mit ihnen 1992 „Charlie Hebdo“ wiederbegründete. Neben seiner Tätigkeit für das Satiremagazin veröffentlichte er zahlreiche eigene Comics, in denen er sich unter anderem mit der Politik des ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy auseinandersetzte.

Beim Anschlag auf „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015 war Sourisseau in der Redaktion anwesend. Er wurde von einer Kugel in der rechten Schulter getroffen und überlebte das Attentat, weil er sich danach tot stellte. Trotz seiner Verletzung steuerte der Karikaturist Zeichnungen zur ersten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag bei, die am 14. Januar erschien. Am 19. Januar wurde bekanntgegeben, dass Sourisseau als directeur de publication die Leitung des Magazins zusammen mit Chefredakteur Gérard Biard übernimmt.

http://www.larousse.fr/encyclopedie/personnage/Laurent_Sourisseau_dit_Riss/184629#AOb5O1kuTs8Uv7WE.99

http://www.fr-online.de/medien/charlie-hebdo-laurent-sourisseau-will–charlie-hebdo–neu-erfinden,1473342,29650210.html

http://derstandard.at/2000010651359/Laurent-Riss-Sourisseau-Ueberleben-aufstehenweiterzeichnen

http://www.dw.com/de/charlie-hebdo-k%C3%BCnftig-ohne-mohammed-karikaturen/a-18589904

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