Luz

Luz, 1972 als Rénald Luzier in Tours geboren, arbeitet seit 1992 für „Charlie Hebdo”, nachdem auch er zuvor bei der Satire-Zeitschrift „La Grosse Bertha“ beschäftigt war. Seine Arbeiten erschienen auch in „Les Inrockuptibles“, „Magic, Ferraille“, „L’Écho des Savanes“ und „Fluide Glacial“. 2003 erhielt er beim internationalen Comic-Festival in Angoulême den Preis für sein Werk „Cambouis”.

Luz schuf zwei besonders einprägsame Zeichnungen: Zum einen das Titelblatt vom November 2011 mit einer Mohammed-Karikatur („100 Peitschenhiebe, wenn Sie sich nicht totlachen!“) – noch am Erscheinungstag erfolgte der Brandanschlag auf die Redaktionsräume – sowie die Titelzeichnung der ersten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag am 7. Januar 2015. Unter der Überschrift „Alles ist vergeben” steht der Prophet Mohammed, ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ haltend.

Während des Anschlags am 7. Januar 2015 war Luz nicht in der Redaktion anwesend, weil er an seinem Geburtstag verschlafen hatte.

Im Mai 2015 gab Luz bekannt, dass er die Redaktion von „Charlie Hebdo“ verlassen werde. Die Last sei für ihn zu groß geworden. Hinzu kämen die schlaflosen Nächte und die Angst. „Wir sind keine Helden, wir wollten nie welche sind und wir waren auch nie welche“, so stellte er klar.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neue-charlie-hebdo-ausgabe-von-trauer-gezeichnet-13368415.html

http://www.fr-online.de/medien/nach-anschlag—charlie-hebdo–zeichner-luz-hoert-auf,1473342,30735968.html

http://www.sueddeutsche.de/medien/neues-buch-erscheint-am-donnerstag-aus-der-dunkelkammer-der-angst-1.2483541

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