Coco

Coco, alias Corinne Rey, gehört zu den aufstrebenden französischen Karikaturistinnen. Sie wurde 1982 in Annemasse geboren und absolvierte eine Kunstausbildung an der Kunstakademie in Poitiers. Heute lebt und arbeitet sie als satirische Zeichnerin in Paris und Lausanne.

Coco veröffentlicht ihre gesellschaftskritischen Zeichnungen regelmäßig unter anderem in „Charlie Hebdo“, der linken „L’Humanité“ und dem Westschweizer Satiremagazin „Vigousse“. Ihr sicherer kraftvoller Strich bringt viel neuen Schwung in die Karikatur. Sie experimentiert mit opulenter Typografie und setzt ihre Schriftzüge oft prominent in die Bildmitte. Ob Micheline Calmy-Rey oder François Hollande, egal, welche Persönlichkeit sie karikiert: die bewegte Vitalität, die sie ihren Charakteren einhaucht, verblüfft und lebt von ihrer ganz spezifischen Handschrift. Ihre Pointen sind sicher und direkt.

Ein großes Thema ihrer Zeichnungen ist die Gleichberechtigung der Geschlechter. Coco unterstützte gelegentlich ihren Kollegen Riad Sattouf, der bei „Charlie Hebdo“ von 2004 bis 2014 die Kolumne „La Vie secrète des jeunes“ über den Pariser Alltag zeichnete.

Coco überlebte den Anschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion am 7. Januar 2015. Versteckt unter einem Schreibtisch musste sie mit ansehen, wie die Attentäter ihre Kollegen Cabu und George Wolinski töteten.

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