Bernard Maris

Bei der Neuauflage von „Charlie Hebdo“ im Jahr 1992 gehörte Bernard Maris zu den Mitbegründern, bis 2008 war er Vizedirektor. Im November 2014 erließ er für die Zeitschrift einen Spendenaufruf, der einen Betrag von 18.000 Euro einbrachte.

Maris, geboren 1946 in Toulouse, schrieb zudem für die Zeitschriften „Marianne“, „Le Nouvel Observateur“, das Wochenmagazin von „Le Figaro“ und für „Le Monde“. In „Charlie Hebdo“ schrieb Maris – zumeist unter dem Pseudonym „Oncle Bernard“ – vor allem Kolumnen, die sich gegen gegen die Konsumgesellschaft und den „kapitalistischen Furor“ richteten. Außerdem veröffentlichte er mehr als einem Dutzend Büchern zu Wirtschaftsthemen sowie drei Romane und zwei Essays. Auch für Fernsehen und Hörfunk war er tätig.

Neben seiner Arbeit als Schriftsteller war Maris war Universitätsprofessor am Institut für Europastudien der Universität Paris. Obgleich er im wohlhabenden Pariser 16. Arrondissement wohnte, kandidierte er 2002 im Arbeiterbezirk 10. Arrondissement für die Partei Les Verts, der er nahe stand. 2011 wurde Maris auf Vorschlag des Präsidenten des französischen Senats Jean-Pierre Bel Mitglied des Aufsichtsrats der „Banque de France“.

Bernard Maris starb am 7. Januar 2015 beim Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“.

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